Die nächste große Kundgebung gegen den Weiterbetrieb des Blocks I des AKW Neckarwestheim findet am 21. März 2010 vor den Toren des Kernkraftwerks. Hierzu ruft wieder ein breites Bündnis aus Bürgerinitiativen, Umweltverbänden und Parteien dazu auf. Im Mittelpunkt der Forderungen steht die Abschaltung des 1976 in Betrieb gegangenen Atomreaktors Neckarwestheim I, der nach dem derzeit geltenden Atomgesetz circa bis Mai dieses Jahres stillgelegt werden muss! Aber wer legt schon gerne einen abgeschriebenen, mit über 30 Jahre veralteten Reaktor still, der für den Betreiber 700.000 Euro pro Betriebstag einbringt. Der zwischengelagerte Atommüll gehört laut Vertrag dem Steuerzahler, der dann auch gleich die Milliarden für die Sanierung des Atommüll-Lagers Asse aufbringen darf - selber schuld.
Der Aufruf zur Kundgebung
Endlich abschalten!
Stilllegung der Atomkraftwerke in Neckarwestheim und Biblis - sowie aller anderen Atomanlagen. Statt endlich abzuschalten wollen die vier Energiekonzerne RWE, EON, Vattenfall und EnBW ihre Atomkraftwerke noch jahre- und jahrzehntelang weiter betreiben und einen täglichen Gewinn von einer Million Euro pro abgeschriebenem Atomkraftwerk kassieren. Die Kosten für die Endlagerung des strahlenden Mülls zahlen hingegen oftmals die Steuerzahler. Nach der Landtagswahl im Mai in Nordrhein-Westfalen gehen die Verhandlungen zwischen der Regierung und diesen Atomkonzernen in die heiße Phase.
Wir wollen die regenerative Energiewende jetzt: Der Weiterbetrieb von Neckarwestheim und allen anderen Atomkraftwerken verhindert eine rasche Energiewende. Die Atomkraftwerke, ja alle fossilen Großkraftwerke haben einen unzureichenden Wirkungsgrad und sind eine umweltverschmutzende Risikotechnologie. Statt Abhängigkeit und Konzernmacht wollen wir Entwicklung, Nachhaltigkeit und Gesundheit. Keine faulen Kompromisse - Energiewende jetzt! Keine weitere Atommüll-Produktion: Jedes Jahr erzeugen die beiden Neckarwestheimer Atomkraftwerke über 30 Tonnen an hochgiftigem und für Jahrtausende strahlenden Atommüll. Eine sichere "Endlagerung" kann und wird es nie geben. Der Atommüll soll für 40 Jahre in den Tunnelröhren in Neckarwestheim "geparkt" werden. Und dann? Ein Endlager in Neckarwestheim? Die Skandale um die sogenannten Endlagerstandorte Morsleben, Asse und Gorleben zeigen: Das Problem des Jahrmillionen strahlenden Atommülls ist völlig ungelöst. Mitmachen! Neckarwestheim abschalten! Wir wollen Fakten von der neuen Bundesregierung sehen. Fakten in Form von Atomkraftwerks-Abschaltungen. Wir erwarten von der Bundesregierung: Keine Laufzeitverlängerung! Jetzt muss die Energiewende konkret werden! Wir rufen am Sonntag, den 21. März zu einer Kundgebung in Neckarwestheim auf. Es ist an der Zeit, ein deutliches Abschalt-Zeichen zu setzen.