Nur noch 59 % der Bevölkerung in Deutschland zählt man zur Mittelschicht. Sie ist definiert durch das Nettoeinkommen, das zwischen 70 % und 150 % des durchschnittlichen Einkommens liegt. Nach Aussagen des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaft, Berlin) wächst die Kluft zwischen Arm und Reich in allen Industrieländern, doch in Deutschland ist das Tempo überdurchschnittlich hoch.
Stuttgart, 19.02.2010: Wenn jemand vierzig Stunden in der Woche arbeitet und am Monatsende geringfügig mehr als den Hartz IV-Satz verdient, so stimmt unser Sozialsystem nicht mehr. Der Faktor Arbeit wird immer stärker belastet. Aus einem regulären Job werden 3 oder 4 einzelne 400 Eurojobs gemacht, insbesondere im Dienstleistungsgewerbe. Angestellte und Arbeiter werden gegeneinander ausgespielt, um Lohndumping zu betreiben.
Zudem ist es äußerst verwerflich, wenn Sozialschwache gegeneinander aufgehetzt werden, wie es die FDP tut. Wenn generell Hartz IV-Bezieher gegenüber Geringverdienern als Sozialschmarotzer diffamiert werden, finden wir, die Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ödp), dies unsozial und unchristlich.
Dank des neu aufflammenden Neoliberalismus, der auch als Raubritterkapitalismus bezeichnet wird, schöpfen einige wenige den Großteil der Gewinne ab oder beuten Unternehmen aus, bis diese wertlos sind. Die Schere zwischen arm und reich öffnet sich stetig.