Landesverband Baden-Württemberg

Bildungswesen

Turbogymnasium wird überprüft

G 8 ist nicht Schick-lich

Klassenzimmer

Stuttgart 19.06.2010: Trotz der  jahrelangen Klagen sowohl der Eltern als auch der Kollegien über das Abitur in acht Jahren, auch Turbo-Gymnasium genannt, hält die Kultusministerin Frau Schick weiterhin daran fest. Das neunte Jahr am Gymnasium ist gestrichen worden, doch der Lehrstoff wurde nicht ausgedünnt, sondern komprimiert und auf zusätzlichen Nachmittagsunterricht verschoben. Nur vermögende Eltern können die Überforderung ihrer Kinder durch Nachhilfe, wett zu machen.

RAUbbau an Schulen

 Foto: Pixelio/Dieter SchützDas Land will Lehrerstellen streichen. Finanzminister Stächele plant den Wegfall von einem Viertel aller Deputate. Es ist skandalös, was der Finanzminister hier vor hat. Wenn er sparen möchte, was bekanntlich lobenswert ist, soll er die Milliardengräber der Landesregierung zuschütten. Für Prestigeobjekte wie Stuttgart 21 steht offensichtlich unbegrenzt Geld zur Verfügung, bei Bildung wird es durch Streichung gespart.

Bildung nur für Reiche?

Trotz Einführung der Studiengebühren in Baden-Württemberg hat sich an den Zuständen in den Hochschulen nichts Wesentliches geändert. Von der Bildungsoffensive der Landesregierung ist nichts zu spüren. Das Betreuungsverhältnis zwischen Professoren und Studierenden ist nach wie vor ungenügend. Der Anteil der Studierenden aus sozial schwachen Schichten ist nach wie vor sehr bescheiden.